Jahrbuch Kreis Düren 2019

KJB_2019

Mit »Schlösser, Burgen, Herrensitze« hat das druckfrische Jahrbuch ein Schwerpunktthema, für das der Kreis Düren erstaunlich viel Stoff bietet. An mehreren Beispielen wird deutlich, was wir aus den noch vorhandenen architektonischen Zeugnissen an Erkenntnissen über frühere Zeiten gewinnen können, aber auch, wie aufwändig und kostspielig ihr Erhalt ist, nicht zuletzt, wenn sie aktuell auch noch genutzt werden.

Außer dem Rahmenthema behandeln weitere Beiträge u.a. die Fotografin und Journalistin Ursula Litzmann, die lange Jahre in Düren und Umgebung gewohnt hat, die Situation der Vertriebenen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Düren kamen, und ihre Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung in die neue Umgebung; Anne Krings berichtet über das Projekt »Neue Horizonte« des Stadtmuseums und gemeinsam mit Achim Jaeger über die App zur Dürener Stadtmauer und ihre Entstehung; Berit Arentz schließlich gibt einen Überblick über »500 Jahre Archive im Kreis Düren«.

Das aktuelle Jahrbuch ist noch einmal umfangreicher geworden – 240 Seiten – und kostet 13 €.

 

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90 Jahre Atelier Ophoven

Ophoven

Das alte Düren ist am 16. November 1944 zum größten Teil untergegangen. Die Erinnerung daran muss sich weitgehend aus Fotografien speisen, die uns überliefert sind. Einen großen Teil davon verdanken wir der Fotografenfamilie Ophoven, die über drei Generationen und 90 Jahre hinweg unsere Stadt in vielen Facetten porträtiert hat.

Birgit Meuser hat es unternommen, in Zusammenarbeit mit Gerd Ophoven Leben und Wirken dieser Familie in und für Düren nachzuzeichnen. Seit Mathias Ophoven 1862 ein fotografisches Atelier in Düren eröffnete, haben er und sein Sohn Robert der Stadt ein bildnerisches Vermächtnis von unschätzbarem Wert hinterlassen. Enkel Theo schließlich verschlug der Krieg nach Husum, wo auch sein Vater seine letzten Lebensjahre verbrachte.

Mathias Ophoven, Jahrgang 1838, hatte nach einer abgebrochenen Schlosserlehre sein Herz für das neue Medium entdeckt und machte bei seinem älteren Bruder Joseph, der in Lippstadt schon ein eigenes Atelier aufgemacht hatte, eine Ausbildung zum Fotografen. 1861 kehrte er nach Düren zurück und eröffnete hier sein eigenes Geschäft.

Nach seinem Tod 1886 im Alter von nur 47 Jahren führte seine Witwe Lucia zunächst das Atelier fort, ehe der Sohn Robert nach einigen Jahren der Hospitation im elterlichen Betrieb schließlich 1901 Nachfolger seines Vaters und Inhaber des Ateliers wurde, das sich mittlerweile in der Oberstraße 35 befand. In mehr als vier Jahrzehnten schuf er mit Tausenden Fotografien, von denen leider nicht alle überliefert sind, ein Bild dieser Stadt, ehe der Krieg ihn aus Düren vertrieb. Mit den berührenden Bilder seiner zerstörten Heimatstadt hat er uns ein letztes Vermächtnis hinterlassen.

Das Buch wird am Montag, 5. November, 19 Uhr im Stadtmuseum Düren vorgestellt und wird an diesem Abend zu einem Sonderpreis erhältlich sein.

 

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Rund um die Dürener Stadtmauer

Stadtmauer

Eines der Kriterien, weshalb man bei einer menschlichen Ansiedlung von einer Stadt sprechen kann, ist das Vorhandensein einer Befestigung: Stadtmauer, Stadttore, Türme, Wassergraben. Dass Düren stark befestigt war, wissen wir spätestens seit dem Vogelschauplan von Wenzel Hollar (1634). Doch liegt im Hinblick auf Entstehung und Geschichte der Stadtmauer noch vieles im Dunkeln.

Dr. Achim Jaeger, Lehrer für Deutsch und Geschichte am Stiftischen Gymnasium, beschäftigt sich schon lange mit diesem Dürener Bauwerk. Seit Jahren leitet er eine Schüler-Arbeitsgemeinschaft, welche regelmäßig zum „Tag des offenen Denkmals“ die hinter ihrer Schule gelegene, gut erhaltene Partie der Stadtmauer mit Dickem Turm und Grönjansturm betreut. Nun hat er sich entschlossen, die Ergebnisse seiner Forschungen in einem opulenten Band, der gleichermaßen Lese- und Bilderbuch sein soll, festzuhalten.

 

Das Buch wird am Mittwoch, dem 18. April, 19 Uhr, im Stadtmuseum mit einem bebilderten Vortrag vorgestellt, außerdem steht der Autor für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Das Buch wird zu einem ermäßigten Sonderpreis an diesem Abend zu erwerben sein.

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Neuerscheinung

Titel

Kaum jemand weiß heute noch, dass in Würselen die Fertigung von Zigarren und Tabakwaren mehreren hundert Beschäftigten Arbeit und Lohn sicherte. Etwas über 90 Jahre, von 1861 bis in die 1950er Jahre hinein, wurde in Würselen produziert, in größeren Fabriken, in Klein- und Kleinstbetrieben und auch in Heimarbeit. Die Tabakindustrie war neben dem Bergbau, der Nadelindustrie und der Sodafabrikation einer der großen Arbeitgeber in unserer Stadt.

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte dieser Fabrikation. Es konnte eine Fülle von Quellen ausgewertet werden, so dass ein kürzerer Text, der im ersten Heft des Heimatmagazins „Schlaglichter“ bereits im Oktober 2015 veröffentlicht wurde, mit diesem Buch deutlich erweitert werden kann.

So ist eine umfangreiche Dokumentation über diesen Teil der Würselener Industriegeschichte entstanden. Dennoch ist nicht auszuschließen und auch zu hoffen, dass noch weitere interessante Fakten und Fotos zu finden sind.

 

Achim Großmann
»Zigarren und Zigarillos aus Würselen«
104 S., farbig, fester Einband
Hahne & Schloemer, Düren 2017
ISBN 978-3-942513-39-5

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