Industriekultur: Düren und die Nordeifel

Industrie

Die Region zwischen Düren und Stolberg, weit ausgreifend in die Nordeifel, gehört zu den ältesten Industriegebieten des Landes. Von der Antike bis heute werden ihre Bodenschätze ausgebeutet, viele Jahrhunderte lang ernährte die Metallverarbeitung Land und Leute, ihre Textil- und Papierindustrie waren weltbekannt.

Das Bewusstsein davon ist jedoch weitgehend verloren. Umso wichtiger ist es, die noch vorhandenen Zeugnisse dieser Industriegeschichte, seien sie materieller wie ideeller Natur, zu erhalten und auch nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen.

Dazu will der Band "Industriekultur: Düren und die Nordeifel" beitragen. Er versammelt die auf der gleichnamigen Tagung im Stadtmuseum Düren gehaltenen, jedoch wesentlich erweiterten Referate, ergänzt um einige zusätzliche Beiträge.

 

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Hans Gerd Lauscher · Das Amt Monjoye

Lenzen

Heute kennen viele Menschen Landkarten nur noch in virtueller Form als Wetterkarten oder Routen­planer. Manche nehmen sie vielleicht noch als gedruckte Wegweiser beim Wandern oder Radfahren in die Hand. Dabei droht in Vergessenheit zu geraten, welch unterschiedliche Funktionen geografische, politische, geologische und viele andere Karten hatten und haben. Landkarten zeigen immer einen mehr oder weniger großen Ausschnitt der Welt unter einem bestimmten Aspekt. Über die Verzeich­nung von bloßen Tatsachen hinaus erklären sie die Welt und interpretieren Teile von ihr nach der jeweiligen ideologischen Orientierung ihrer Hersteller oder Auftraggeber.

Auf den hier vorgestellten historischen Karten des Johann Peter Müller und andrer Landmesser wird der Natur-, Siedlungs- und Wirtschaftsraum vergangener Zeiten plastisch dargestellt und erläutert.

Das Buch erscheint als Band 19 der "Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes", hg. vom Geschichtsverein des Monschauer Landes e.V.

 

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Dieter Lenzen · Zwangsarbeit im Kreis Monschau

Lenzen

Der Autor legt mit diesem Buch eine umfassende Studie über das System der nationalsozialistischen Zwangsarbeit im Altkreis Monschau in den Grenzen vor der kommunalen Neugliederung vor. In der nicht chronologisch, sondern thematisch geordneten Arbeit werden die Orte aufgesucht, an denen Kriegsgefangene wie zivile Zwangsarbeiter interniert waren. Der Versuch, bei der zersplitterten Quellenlage eine Übersicht über die Verschleppungen zu geben, kann allerdings nur ein Versuch bleiben, weil belastbare und vollständige Unterlagen oft fehlen. Trotzdem ist es gelungen, eine Vielzahl von Einzelschicksalen zu klären und den Betroffenen eine Geschichte und, wenn möglich, ein Gesicht zu geben.

Obwohl man damals versuchte, ihnen ihre Würde zu nehmen, so wird doch gerade bei der Darstellung der Einzelschicksale deutlich, wie selbstbewusst und mutig viele dieser Menschen handelten und wie wenig sie bereit waren, sich entwürdigen zu lassen. (Dieter Lenzen)

Das Buch erscheint als Band 18 der "Beiträge zur Geschichte des Monschauer Landes", hg. vom Geschichtsverein des Monschauer Landes e.V.

 

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90 Jahre Atelier Ophoven

Ophoven

Das alte Düren ist am 16. November 1944 zum größten Teil untergegangen. Die Erinnerung daran muss sich weitgehend aus Fotografien speisen, die uns überliefert sind. Einen großen Teil davon verdanken wir der Fotografenfamilie Ophoven, die über drei Generationen und 90 Jahre hinweg unsere Stadt in vielen Facetten porträtiert hat.

Birgit Meuser hat es unternommen, in Zusammenarbeit mit Gerd Ophoven Leben und Wirken dieser Familie in und für Düren nachzuzeichnen. Seit Mathias Ophoven 1862 ein fotografisches Atelier in Düren eröffnete, haben er und sein Sohn Robert der Stadt ein bildnerisches Vermächtnis von unschätzbarem Wert hinterlassen. Enkel Theo schließlich verschlug der Krieg nach Husum, wo auch sein Vater seine letzten Lebensjahre verbrachte.

Mathias Ophoven, Jahrgang 1838, hatte nach einer abgebrochenen Schlosserlehre sein Herz für das neue Medium entdeckt und machte bei seinem älteren Bruder Joseph, der in Lippstadt schon ein eigenes Atelier aufgemacht hatte, eine Ausbildung zum Fotografen. 1861 kehrte er nach Düren zurück und eröffnete hier sein eigenes Geschäft.

Nach seinem Tod 1886 im Alter von nur 47 Jahren führte seine Witwe Lucia zunächst das Atelier fort, ehe der Sohn Robert nach einigen Jahren der Hospitation im elterlichen Betrieb schließlich 1901 Nachfolger seines Vaters und Inhaber des Ateliers wurde, das sich mittlerweile in der Oberstraße 35 befand. In mehr als vier Jahrzehnten schuf er mit Tausenden Fotografien, von denen leider nicht alle überliefert sind, ein Bild dieser Stadt, ehe der Krieg ihn aus Düren vertrieb. Mit den berührenden Bilder seiner zerstörten Heimatstadt hat er uns ein letztes Vermächtnis hinterlassen.

Das Buch wird am Montag, 5. November, 19 Uhr im Stadtmuseum Düren vorgestellt und wird an diesem Abend zu einem Sonderpreis erhältlich sein.

 

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Rund um die Dürener Stadtmauer

Stadtmauer

Eines der Kriterien, weshalb man bei einer menschlichen Ansiedlung von einer Stadt sprechen kann, ist das Vorhandensein einer Befestigung: Stadtmauer, Stadttore, Türme, Wassergraben. Dass Düren stark befestigt war, wissen wir spätestens seit dem Vogelschauplan von Wenzel Hollar (1634). Doch liegt im Hinblick auf Entstehung und Geschichte der Stadtmauer noch vieles im Dunkeln.

Dr. Achim Jaeger, Lehrer für Deutsch und Geschichte am Stiftischen Gymnasium, beschäftigt sich schon lange mit diesem Dürener Bauwerk. Seit Jahren leitet er eine Schüler-Arbeitsgemeinschaft, welche regelmäßig zum „Tag des offenen Denkmals“ die hinter ihrer Schule gelegene, gut erhaltene Partie der Stadtmauer mit Dickem Turm und Grönjansturm betreut. Nun hat er sich entschlossen, die Ergebnisse seiner Forschungen in einem opulenten Band, der gleichermaßen Lese- und Bilderbuch sein soll, festzuhalten.

 

Das Buch wird am Mittwoch, dem 18. April, 19 Uhr, im Stadtmuseum mit einem bebilderten Vortrag vorgestellt, außerdem steht der Autor für Fragen und Diskussion zur Verfügung.

Das Buch wird zu einem ermäßigten Sonderpreis an diesem Abend zu erwerben sein.

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Neuerscheinung

Titel

Kaum jemand weiß heute noch, dass in Würselen die Fertigung von Zigarren und Tabakwaren mehreren hundert Beschäftigten Arbeit und Lohn sicherte. Etwas über 90 Jahre, von 1861 bis in die 1950er Jahre hinein, wurde in Würselen produziert, in größeren Fabriken, in Klein- und Kleinstbetrieben und auch in Heimarbeit. Die Tabakindustrie war neben dem Bergbau, der Nadelindustrie und der Sodafabrikation einer der großen Arbeitgeber in unserer Stadt.

Das vorliegende Buch erzählt die Geschichte dieser Fabrikation. Es konnte eine Fülle von Quellen ausgewertet werden, so dass ein kürzerer Text, der im ersten Heft des Heimatmagazins „Schlaglichter“ bereits im Oktober 2015 veröffentlicht wurde, mit diesem Buch deutlich erweitert werden kann.

So ist eine umfangreiche Dokumentation über diesen Teil der Würselener Industriegeschichte entstanden. Dennoch ist nicht auszuschließen und auch zu hoffen, dass noch weitere interessante Fakten und Fotos zu finden sind.

 

Achim Großmann
»Zigarren und Zigarillos aus Würselen«
104 S., farbig, fester Einband
Hahne & Schloemer, Düren 2017
ISBN 978-3-942513-39-5

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